Arirang – Wo ist Nordkorea?

von Christine Chu

Tag 2, Di 4.4.

20:30 – 22:15


Theater Rampe

Performance

Karten

Regie, Choreografie, Interviews und Tanz: Christine Chu
Komposition, Gitarre, Elektronik: Thomas Maos
Percussion: Se-Mi Hwang
Stimme: Wonyup Choo
Bühne und Kostüme: Lisa Überbacher
Produktionsleitung: Katja Hiller
Künstlerische Assistenz: Alexandra Mahnke

„Arirang – Wo ist Nordkorea?“ ist ein genreübergreifendes Erzählstück, in dem die Choreografin Christine Chu gemeinsam mit den Musiker*innen Thomas Maos und Se-Mi Hwang die bewegte Geschichte ihres Vaters erzählt: Geboren in Nordkorea, ist er über Südkorea, die USA und England ausgewandert und hat sich schließlich in Deutschland niedergelassen. Gemeinsam mit dem Publikum lauschen die drei Akteur*innen der Stimme des alten Mannes, der aus dem Off seine Geschichten erzählt. In stimmungsvollen Bildern, kurzen Bewegungssequenzen und ergänzenden Kommentaren suchen sie nach einer eigenen Haltung zum Erzählten und versuchen es aus ihrer Sicht zu perspektivieren. Die Jury würdigt die Leichtfüßigkeit, mit der die unterschiedlichsten Stilmittel ganz unprätentiös eingesetzt werden, um die komplexe und nicht immer reibungsfreie Geschichte auf die Bühne zu bringen. Spielerisch werden dabei auch Kultur- und Generationskonflikte aufgezeigt. Überzeugend wirken vor allem die feine Musikalität der Performer*innen und ihr sympathischer und direkter Zugriff auf eine Erzählung, die auch die großen Themen des Lebens beinhaltet. – Jury

 

Christine Chu ist Choreografin, Interpretin und Performerin. Sie studierte Tanz an der Folkwang-Hochschule und arbeitete viele Jahre für Carlotta Ikedas Frauen-Butoh-Ensemble „Ariadone“, daneben als zeitgenössische Tänzerin mit Ingo Reulecke, Kim van der Boon, „Rubato“ u.a. Der Fokus ihrer künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit liegt auf der interdisziplinären Arbeit mit Tanz, Theater und anderen Medien, wobei auch die Arbeit mit Laien eine wichtige Rolle spielt.

 

„Arirang – Wo ist Nordkorea?“ hatte im April 2015 im Stuttgarter OST Premiere.

 

Foto: Gordon Below.

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