Lichtung

von O-Team

LICHTUNG_1

Tag 1, Mo 13.4.

18:30 – 20:10


OST - Freie Szene im Depot

Geräuschtheater

Karten

Regie: Samuel Hof
Ausstattung: Nina Malotta
Musik: Markus Birkle
Dramaturgie: Jonas Zipf
Sound, Video: Pedro Pinto, Nils Meisel
Produktion, Grafik: Markus Niessner

Mit: Folkert Dücker, Antje Töpfer

In einem scheinbar simplen Setting aus Alltagsgegenständen etabliert das O-Team eine Versuchsanordnung, die herkömmliche Theatererwartungen komplett unterläuft. Ausgehend von Heideggers Frage nach den Herausforderungen durch die moderne Technik verstricken sich die beiden Akteure immer tiefer in ihr Bühnenbild, das nach und nach verfällt, sich auflöst, zerstört wird und hinter der Fassade ein zunehmend unheimliches Eigenleben entwickelt. Herausragend ist der Umgang mit Geräusch und Klang sowohl der Objekte als auch der Handlungen, durch den das gewohnte Narrativ ersetzt wird. Mit „Lichtung“ stellt O-Team eine Theaterform vor, die versucht ein neues Genre zu formulieren. – Jurybegründung

 

„Nur noch ein Gott kann uns retten.“ So beantwortete Martin Heidegger 1966 in einem Interview die Frage, wie mit den Herausforderungen moderner Technik umzugehen sei. Heute, fast 50 Jahre später, hat uns noch immer kein Gott gerettet. Und doch sind Heideggers Gedanken aktueller denn je. „Lichtung“ erzählt die Geschichte zweier Wartender inmitten einer technisierten Welt. Eine Frau und ein Mann sitzen in ihrer Küche und vertreiben sich die Zeit. Mit allerlei gefundenen Küchen-Utensilien spielen sie den Kultfilm „Koyaanisqatsi“ nach. Bis sie auf einen Haufen Kabel stoßen, die in die Mitte einer unheimlichen Apparatur führen.

 

O-Team ist in den Stuttgarter Wagenhallen beheimatet. O-Team wird aktuell in einer dreijährigen Konzeptionsförderung der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg sowie durch den Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung gefördert.

 

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