Festival-Kuratorium 2021

Helga Brehme

1939 geboren in Walsrode/Lüneburger Heide, Grundschule und Gymnasium in Walsrode, 1958 – 1960 Ausbildung als Gymnastiklehrerin in der Schule Schwarzerden/Rhön, 1960 – 1964 Tätigkeit als Gymnastiklehrerin Tanz/Bewegung/Jugendarbeit. 1964 – 1971 Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Professor Schellenberger, 1965 – 1967 Gaststudium an der Akademie der musischen Künste Prag, Abteilung Puppenspiel Praktikum am Theater DRAK in Hradec Kralove, Schnitzen und Marionettenbau mit Vera Ricarova und Frantisek Vitek. 1969 Premiere der ersten Eigenproduktion „Jorinde und Joringel“, 1971 Mitbegründung „Verein der Freunde des Puppenspiels“, 1972 Eröffnung des Theaters am Faden in der Böblinger Straße in Stuttgart-Heslach mit Margita Weiberle und Stefan Obermann, 1972 gemeinsame Führung des Theaters mit Karl Rettenbacher († 2007), 1988 Auszug aus der Böblinger Straße, Ausbau und Einrichtung eines neuen Theaters in der Hasenstraße 32, 1989 Wiedereröffnung des Theaters am Faden.

Wagner Carvalho

Wagner Carvalho hat eine Ausbildung zum Tänzer, Schauspieler und Sprecherzieher in Belo Horizonte absolviert. Danach wurde er künstlerischer Leiter der Theaterschule „Núcleo de Estudos Teatrais“ (NET) in Belo Horizonte. Von 1996 bis 2000 studierte er Theaterwissenschaften an der FU Berlin. Seit 1991 führte er zahlreiche künstlerisch-gesellschaftliche Projekte in Deutschland und Brasilien durch. Er war u.a. Gründer und Organisator des „Fórum Brasileiro da Dança“, der Vereinigung der brasilianischen Tänzer und Choreografen in Berlin. Zudem rief der das Festival „Brasil move berlim – Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes“ ins Leben. Zu Beginn der Spielzeit 2012/13 übernahm er gemeinsam mit Tunçay Kulaoğlu die künstlerische Leitung des Ballhaus Naunynstraße, die er seit 2014 allein innehat. Er ist seit 2012 Mitglied im Rat für die Künste, Berlin.

David Gaviria

David Gaviria ist 22 Jahre alt und somit das jüngste Jurymitglied unseres Festivals. 1997 in Bogotá, Kolumbien geboren. Nach der Schule verließ er sein Heimatland und ging für ein Austauschjahr in die Schweiz. Dort ging er aufs Gymnasium und lernte er Deutsch, mit dem Ziel in Deutschland studieren zu können. 2018 bewarb er sich an deutschen Schauspielschulen und wurde an der ADK Baden-Württemberg in Ludwigsburg für ein Schauspielstudium angenommen. David begeisterte sich schon als kleiner Junge für Theater, Film und Tanz. Bereits mit 11 Jahren wollte er Schauspieler und Tänzer werden. 2013 spielte er zum ersten mal beim Iberoamerikanischen Theater Festival in Bogotá mit. Das kommende 6 tage frei-Festival ermöglicht ihm einen ersten Einblick in das Jury-Dasein.

Emi Miyoshi

Emi Miyoshi, geboren in Japan. Seit 2005 hat sie in der Tanzkompanie “Pretty Ugly Tanz Köln“am Stadttheater Köln unter der Leitung von Amanda Miller gearbeitet. 2008 bekam sie von der Kunststiftung NRW ein Stipendium und sie hat als Choreografin am SiWiC (Schweizerischer internationaler Weiterbildungskurs in Choreografie) teilgenommen. Seit 2013 arbeitet sie in Freiburg als Choreografin und Tänzerin in verschiedenen Projekten mit Künstlern, Musikern und Tänzern zusammen. 2016 erhält sie eine 3-jährige Konzeptionsförderung des Kulturamts der Stadt Freiburg. 2017 und 2019 hat sie den Tanz- und Theaterpreis der Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg gewonnen. 2020 erhält sie eine 3-jährige Konzeptionsförderung des Landesverband Freie Tanz und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V.
Seit 2014 präsentiert Emi Miyoshi und das SHIBUI Kollektiv ihre Arbeiten auch im Kontext der bildenden Kunst und damit in musealeren Rahmungen. https://www.emimiyoshi.de

Mazlum Nergiz

Mazlum Nergiz, geboren 1991 in Diyarbakır, ist Dramaturg, Autor und Hörspielmacher. Studium der Komparatistik und Medienkunst in Berlin, Weimar und Amsterdam. Als Dramaturg konzipierte er am Maxim Gorki Theater in Berlin Stücke und Entwicklungsprojekte u. a. mit Regisseur*innen und Autor*innen wie Sivan Ben Yishai, Falk Richter, Data Tavadze, Lola Arias, Hans-Werner Kroesinger und Christian Weise. Dort hat er auch zahlreiche interdisziplinäre Projekte mit nicht-professionellen Darsteller*innen realisiert. 2018 hat er das Performing Arts Festival WAR OR PEACE — Crossroads of History 1918/2018 kuratiert. 2019 hat er den EDIT Essaypreis gewonnen. Im August 2020 kommt sein Hörspiel zu Sivan Ben Yishais PAPA LIEBT DICH zur Ursendung in Deutschlandradio Kultur.

Peer Ripberger

Peer Mia Ripberger (*1987) arbeitete als Regisseur*in und Autor*in u.a. an Theatern in Augsburg, Trier, Göttingen und Eggenfelden und war Mitglied der künstlerischen Leitung der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg. Seit 2018 ist er Intendant*in des Instituts für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) am Zimmertheater Tübingen.

Florian Rzepkowski

Florian Rzepkowski studierte Geschichtswissenschaften und Medien (Schwerpunkt: Film/TV) an der Universität Osnabrück. In dieser Zeit spezialisierte er sich im Bereich der Dokumentarfilmproduktionen. Zeitgleich arbeitete er als Regieassistent an den Städtischen Bühnen Osnabrück. Infolge dessen (seit 2011) arbeitete er als Freier Künstler für Projektionen mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Jan-Christoph Gockel, Marie Bues, Marcel Keller, Walter Sutcliffe oder Christian Brey.
Von 2013 bis 2018 war er als Referent der Geschäftsleitung im Team des Theater Rampe in Stuttgart tätig. In der Zeit in Stuttgart realisierte er überdies verschieden performative Projekte, auf der Bühne oder zur reinen auditiven Rezeption. Seit 2018 leitet er auf künstlerischer und administrativer Ebene das Figurentheater Osnabrück.

Beata Anna Schmutz

Beata Anna Schmutz wurde 1975 in Danzig, Polen geboren. Nach ihrem Germanistikstudium an der Universität Danzig setzte sie ihre universitäre Ausbildung mit einem Studium der Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaft und Literaturwissenschaft in Heidelberg fort. Von 2000 bis 2005 arbeitete sie als Kunstvermittlerin und Kunsthistorikerin an der Kunsthalle Mannheim und gleichzeitig als künstlerische Leiterin zahlreicher theater-, kunst- und medienpädagogischer Projekte. Von 2005 bis 2016 war sie kulturpädagogische Mitarbeiterin der Stadt Heidelberg am Haus der Jugend, wo sie die Bereiche Kunst und Theater leitete. 2005 gründete sie das Kollektiv Theater- und Performancegruppe RAMPIG, dort ist sie bis heute als künstlerische Leitung tätig. Seit 2006 arbeitet sie zudem als freie Regisseurin und Dramaturgin und hat Hochschullehraufträge in den Bereichen Ästhetische Bildung, Postdramatisches Theater und Performance. Von 2016 bis 2018 leitete Beata Anna Schmutz die Sparte Volkstheater am Badischen Staatstheater Karlsruhe, seit 2018 das Mannheimer Stadtensemble am Nationaltheater Mannheim. Sie ist spezialisiert auf partizipatorische Arbeiten und zeitgenössische Formen von Schauspiel und Performance im Kontext von Rauminstallationen.

Felizitas Stilleke

Felizitas Stilleke ist freie Dramaturgin und Kuratorin. Sie leitet Konferenzen, wie den Branchentreff 2019 und 2020, das Bundesforum 2017 oder den RATSCHLAG DER VIELEN 2019, und übernimmt Festivaldramaturgien (Berliner Theatertreffen 2018, Impulse Theaterfestivals 2017 (unter Florian Malzacher) oder gemeinsam mit Johanna Yasirra Kluhs das Theaterfestival FAVORITEN 2014) und ist als Produktionsdramaturgin in NRW und Berlin unterwegs. Stilleke war in 2018 und 2019 für die Nachwuchsplattform „Introducing…“ beim Performing Artst Festival verantwortlich und ist Kuratoriumsmitglied beim Fonds DaKu sowie der Kunststiftung NRW. Sie absolvierte ihren Bachelor der Germanistik/Erziehungswisschenschaften in Bochum sowie einen Master in Kulturpoetik an der Wilhelms-Universität in Münster. 2018/19 studierte sie im Rahmen des internationalen Masterstudiums bei DAS theatre in Amsterdam „Expanded Curation“.

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