3 TAGE FREI endet mit starkem Zeichen für die Freie Szene
Acht ausgewählte Produktionen, zwei Residenzen, drei Workshops, vier Austausch- und Begegnungsformate, dazu Film, Konzert und Partys – mit einem vielstimmigen Programm und klaren kulturpolitischen Impulsen ist am 18. April 2026 das Festival 3 TAGE FREI – Festival der Freien Darstellenden Künste zu Ende gegangen, bei dem die Freie Szene Baden-Württembergs sich in ihrer künstlerischen Vielfalt, ihrer Experimentierfreudigkeit und Strahlkraft präsentieren konnte. Mit einer Gesamtauslastung von über 90 Prozent und zahlreichen ausverkauften Vorstellungen stieß das Festival auf große Resonanz beim Publikum.
Bei der Preisverleihung am 18. April erhielten dieses Jahr alle eingeladenen Produktionen des 3-TAGE-FREI-Festivals einen Hauptpreis. Freuen durften sich darüber: O-Team, SoBo Productions, Nana Hülsewig, Eva Krause, Laura Oppenhäuser, River Roux, Cia Nadine Gerspacher sowie Tyler Cunningham & Emilia Dorr. „Wenn die Mittel schrumpfen, wächst der Konkurrenzdruck. Wir wollten das Gegenteil: keine einzelnen Gewinner*innen, sondern ein gemeinsames Zeichen setzen. Deshalb haben wir uns entschieden, mit der Unterstützung von Lotto BW dieses Jahr den Hauptpreis unter allen Produktionen zu teilen – denn nur solidarisch bleibt die Freie Szene handlungsfähig“, so Bastian Sistig, Künstlerische Leitung des Festivals.
Werden die Mittel nicht erhöht, ist die Zukunft des Festivals mehr als ungewiss
3 TAGE FREI 2026 macht deutlich: Die Freien Darstellenden Künste sind ein zentraler Bestandteil einer offenen, demokratischen Gesellschaft – und gerade unter Druck entstehen hier relevante künstlerische Impulse und Innovationen für unsere Gesellschaft.
„Ob und wie es mit dem von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg, über den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e. V., gemeinsam finanzierten Festival weitergeht, ist mehr als ungewiss. Sollten sich die öffentlichen Zuwendungen für das Festival perspektivisch nicht wieder erhöhen, ist völlig offen, ob und in welcher Form es in Zukunft ein Festival der Freien Darstellenden Künste Stuttgarts und Baden-Württembergs geben kann“, so Sistig.




