SANCTUS DOMINUS TAURUS
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Männer auf den Altar – Laura Oppenhäuser sprengt mit SANCTUS DOMINUS TAURUS Rollen, Rituale und Machtgefüge
Laura Oppenhäuser arbeitet prozessorientiert, widerständig und mit Lust an der Reibung. Als Performerin und Theatermacherin interessiert sie sich für Macht und Ohnmacht, für das Aushalten von Andersartigkeit – und für die Frage, wie weit künstlerische Freiheit gehen kann, wenn sie sich nur bedingt absichert. Ihre Arbeiten sind direkt, körperlich und oft provokativ, ohne je eindeutig zu werden. Autobiografisches mischt sich mit Erdachtem, Naivität mit Präzision, Humor mit Zumutung.
Ausgebildet als Silberschmiedin und Figurentheaterkünstlerin, arbeitet Oppenhäuser seit 2013 freischaffend. Neben ihrer eigenen künstlerischen Praxis war sie viele Jahre strukturbildend für die Freie Szene aktiv – unter anderem als Produktionsleiterin von 6 TAGE FREI. Ihre Arbeiten verstehen sich als Übung im Kontrollverlust: Fragen stellen, Grenzen testen, Situationen aushalten – auch dann, wenn es unbequem wird.
3 Tage Frei zeigt: SANCTUS DOMINUS TAURUS
Mit SANCTUS DOMINUS TAURUS (SDT) vollzieht Laura Oppenhäuser einen radikalen Schritt: Statt allein auf der Bühne zu stehen, lädt sie sich einen Haufen „echter“ Männer ins Theater ein. Gefunden auf Dating-Plattformen, in Fitness- und Kampfsportstudios und an S-Bahnhöfen treffen Kunsthandwerker, Azubis und Hochzeit-DJs auf eine 40-jährige, heterosexuelle, dating-affine Frau, deren Leben stark von Männern geprägt ist.
Was folgt, ist kein klassisches Rollenspiel, sondern eine kontrollierte Entgleisung. Es gibt kein Skript, keine festen Rollen, keine Sicherheiten. Das patriarchale Machtgefüge gerät ins Wanken, das Alphatier verliert die Kontrolle – und genau darin liegt der Kern der Arbeit. Grenzen werden verhandelt, Erwartungen kollidieren, Zuschreibungen zerbröseln.
Hier, wo Menschen aufeinandertreffen, die sich außerhalb dieser Bühne niemals begegnet wären, entsteht eine musikgetriebene Gewerkeperformance: Es wird gehämmert, gesungen, gedremelt, geraucht, gestunken. Eine Arbeit voller Reibung, Humor und Ernst – über Männlichkeit, Begehren, Macht und das Zumuten von Nähe. Männer eben. Und eine Frau.
Team:
- Künstlerische Leitung / Choreografie / Tanz: Nadine Gerspacher
- Choreografie / Tanz: Jonathan Sánchez
- Choreografische Assistenz: Ombline Huvelle
- Musik: Jason del Campo
- Dramaturgie: Anna Castells
- Lichtdesign: Steffen Melch
- Bühne: Cia Nadine Gerspacher
- Maske: Daniel Illic & Fernando Romeo
- Foto / Video: Nicolas Clausen
Termine
Datum: Mittwoch 15.04.2026Uhrzeit: 18:30 UhrOrt: RAMPE Saal
